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Symposium 2013

Das Wissen der Kunst und die Kunst des Wissens

Symposium zum Kulturherbst Winterthur
In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
18.–19. Oktober 2013

und

Performances des Schweizer Künstlers Roman Signer

Rasenmäher und Glocke, Ein rotes Band
20. Oktober 2013



Die Winterthurer Museen und Kulturinstitutionen schlossen sich vom 6. September bis zum 16. November 2013 zusammen, um mit Ausstellungen und Veranstaltungen gemeinsam das Thema Kunst und Wissenschaft zu beleuchten. Die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» beteiligte sich mit einem internationalen Symposium. Die Tagung fand ihren Abschluss in einer zweiteiligen Performance des berühmten Schweizer Künstlers Roman Signer.

Signers Performances boten einen Ausblick auf mögliche Formen der Verschmelzung von Kunst und Wissenschaft in der Gegenwart. Sein Werk in einer bestimmten Kunstgattung einzugliedern, fällt nicht ganz leicht. Als «Bildhauer von Ereignissen», wie er sich selbst bezeichnet, arbeitet er mit prozesshaften Transformationsvorgängen, die er einleitet, auslöst, provoziert oder einfach geschehen lässt. Seine beiden «Ereignisse» fanden jeweils im Garten und in der Gemäldegalerie statt. Die Diskrepanz zur klassischen europäischen Kunst, die gerade hier ihre ganze Pracht entfaltet, ermöglichte es, sowohl den Künstler, wie auch die Sammlung neu zu erleben und zu entdecken.


Letzte Änderung: 19.11.2013 | Grösse: 25543 kb | Typ: mp4

Das Symposium in der Sammlung «Am Römerholz» verstand sich als ergänzende Veranstaltung des Kulturherbstes Winterthur. Zur Vertiefung und Erweiterung dessen Programme, aber auch allgemein unter Bezugnahme der Bestände der Winterthurer Sammlungen beschäftigten sich zahlreiche Vorträge mit relevanten Aspekten zur Wechselbeziehung zwischen Kunst und Wissenschaft von der Renaissance bis in die Gegenwart. Zu allen Themenschwerpunkten des Symposiums wurden international renommierte Referenten geladen.

Die ersten Vorträge vertieften Themen der frühen Neuzeit. Von speziellem Interesse waren die Funktion und Wirkung der sogenannten Kunstkammern, welche Objekte unterschiedlichster Herkunft und Bestimmung gemeinsam präsentierten. Von hier aus leitete der Vortrag auf das Naturkundemuseum über, das sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts daraus entwickelt hatte: Aufgezeigt wurden Analogien zwischen den Eigenschaften sowie der Inszenierung bildender Kunst und der Präsentation eines naturkundlichen Objekts im Naturkundemuseum. Es folgten eine historische Untersuchung der Numismatik von der Renaissance bis zur Aufklärung wie auch ein Vortrag über die Farbenherstellung und ihrer technischen Innovationen im 16. und 17. Jahrhundert. Der Themenkreis der frühen Neuzeit endete mit Betrachtungen zur Visualisierung von Haut und ihren Schichten in medizinischen Illustrationen des 17. und 18. Jahrhunderts.

Angesichts der reichen Bestände an Werken des 19. und 20. Jahrhunderts in den Winterthurer Sammlungen widmete sich der zweite Teil des Symposiums dem Wechselverhältnis zwischen Kunst und Wissenschaft in der Zeit des Impressionismus bis zur Klassischen Moderne. Hinterfragt wurden hier unter anderem das Verhältnis von Kunst und Psychologie um 1900 und die Bedeutung von Geometrie und Optik für die Weiterentwicklung der Malerei und Plastik. Die Fotografie, die par excellence die Kunst mit wissenschaftlichen Methoden verknüpfte, fand in einem weiteren Vortrag eine spezielle Berücksichtigung.

In einer dritten und letzten Sektion nahm sich das Symposium der Verbindung von Musik, Theater und Wissenschaft an.



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Kontakte

Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»
Haldenstrasse 95
8400 Winterthur
T +41 58 466 77 40
F +41 58 466 77 44
E E-Mail
http://www.roemerholz.ch
Sekretariat und Direktion
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http://www.bundesmuseen.ch/roemerholz/00443/00686/01305/index.html?lang=de