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Symposium 2012

Kunst ohne Geschichte?
Ästhetisch motiviertes Sammeln in Europa und Amerika

7. und 8. September 2012
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte / Centre allemand d'histoire de l'art de Paris

Im Zentrum der Ausstellung «Entre nous» in der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» (bis zum 30. September 2012) stand eine Dokumentation zum Lebenswerk des Sammlers. Die Tagung verfolgte das Ziel diese Zeugnisse mit Blick auf den internationalen Rahmen, in dem sich sein Kunstverständnis auf unverwechselbare Art und Weise entfalten konnte, zu vertiefen.

Der Weg Oskar Reinharts als Sammler war zwar stark von eigenen Kriterien geleitet, sein Denken spiegelte jedoch auch eine allgemeine Haltung wider, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zu seiner Sammeltätigkeit in den zwanziger Jahren und noch darüber hinaus die internationale Sammelkultur in weiten Teilen geprägt hatte.

Dieses Phänomen wurde durch grundlegende Konstanten bestimmt: Der Wert eines Kunstwerks besteht nicht im Gegenstand seiner Darstellung und seiner politischen wie sozialen Zweckmässigkeit, sondern manifestiert sich allein in seiner künstlerischen Gestaltung. Diese Kunstauffassung bildete den Massstab für das Verständnis für die in Paris entstandenen modernen Kunstrichtungen, als diese gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika wie in Europa Museen und Sammler in ihren Bann zogen. Die Beschwörung einer Autonomie des Kunstwerks in Verbindung mit der französischen Moderne liess ein Credo aufleben, das die ersten Anhänger des Impressionismus in Frankreich bereits proklamiert hatten.

Die Hervorhebung dieser überhistorischen Werte führte Museen wie Sammler zum Verzicht auf eine systematische Vollständigkeit und veranlasste sie stattdessen zu einer strengen Auswahl der Werke nach formalen Qualitätskriterien. Dementsprechend lösten sich die jeweiligen Inszenierungen konsequent von einer historischen Aufklärung der Kunstwerke, um allein die ästhetische Kraft des Kunstwerks hervorzuheben. Ihre Absicht lag nicht in der Vermittlung wissenschaftlicher Bildung, sondern in einer neuen formalästhetischen Erfahrung von Kunst.

Das Symposium analysierte und differenzierte einzelne Erscheinungen dieses Phänomens. Die Auswahl der Themen gründete in der jeweiligen besonderen Nähe zum Sammlerwerk Oskar Reinharts.
Typ: PDF
Programm "Kunst ohne Geschichte?"
Letzte Änderung: 21.08.2012 | Grösse: 139 kb | Typ: PDF


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Kontakte

Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz»
Haldenstrasse 95
8400 Winterthur
T +41 58 466 77 40
F +41 58 466 77 44
E E-Mail
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