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Eugène Delacroix. Spiegelungen. Tasso im Irrenhaus

6. September bis 14. Dezember 2008

Mit einer kleinen, doch höchst erlesenen Werkschau des französischen Künstlers Eugène Delacroix (1798–1863) bestritt die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» die dritte Folge ihrer 2005 begonnenen Reihe von Studienausstellungen. Als letzte Sonderausstellung vor der zweiten Umbauphase des Museums (15. Dezember 2008 bis Mitte 2010) eröffnete sie mit ihrem künstlerischen Reichtum und ihrer Intensität vielversprechende Perspektiven für die Zukunft des Hauses. Ausgangspunkt der Präsentation war ein Juwel des umfangreichen Delacroix-Bestandes im Römerholz: Tasso im Irrenhaus aus dem Jahre 1839. Zum ersten Mal nach über 140 Jahren wurde Delacroix' Gemälde zusammen mit der früheren Version von 1824 gezeigt, die sich heute in Privatbesitz befindet. Der Vergleich der beiden Bilder und die Zusammenschau mit weiteren 26 ausgewählten Arbeiten des französischen Künstlers erlaubten eine neue Sicht auf dieses Schlüsselwerk der Kunstgeschichte. Darüber hinaus beleuchtete die thematische Vielfalt der Ausstellung den Selbstentwurf eines grossartigen Künstlers an der Schwelle zur Moderne. Dabei war Delacroix weniger vom literarischen Werk Tassos als von seinem tragischen Schicksal fasziniert, um das sich schon sehr früh ein Kranz von Legenden gerankt hatte. Er fand in dem verkannten Genie wie auch in den anderen bedeutenden Figuren der Literatur und der bildenden Künste, die in den ebenfalls gezeigten Werken mittleren oder kleinerern Formats zur Darstellung gelangen, einen Spiegel für das eigene Ringen um eine Identitätsbestimmung als Künstler innerhalb der gesellschaftlichen Bedingungen, wie sie Aufklärung, Revolution und Restauration herbeigeführt hatten.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog in deutscher und englischer Sprache beim Hirmer Verlag in München


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