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Samstag, 22. November 2014, 19.30 Uhr

«Die Weber» - Stummfilm mit Live-Musik vorgetragen von Markus Dürrenberger
Eine wahre und aufwühlende Geschichte, atemberaubende Bilder, ein grossartiges Zeitdokument der Filmgeschichte und ein spannendes Live-Konzert verschmelzen zu einem unvergesslichen Gesamterlebnis!

„Die Weber" von Gerhart Hauptmann
Stummfilm mit Live Musik von Markus Dürrenberger

Friedrich Zelniks (Regie) 1927er Verfilmung von „Die Weber" gilt als eine der besten Hauptmann-Adaptionen der Filmgeschichte. Der äusserst spannende und packende Film löste wegen seiner politischen Brisanz beim Publikum Tumulte aus und wurde teilweise zensuriert, boykottiert oder gar verboten. Jetzt kann dieses aussergewöhnliche Zeitdokument erstmals in ungekürzter, unzensurierter und auf höchstem Niveau restaurierter Originalfassung gezeigt werden.

„Die Weber" spielt in Ostschlesien und erzählt die wahre Geschichte eines unterdrückten, in grosser Armut versinkenden Volkes zur Zeit der beginnenden Industrialisierung. Die Not leidende Bevölkerung beginnt sich immer handfester für mehr soziale Gerechtigkeit und gegen den drohenden wirtschaftlichen Untergang zu wehren. Ein sich dramatisch entwickelnder Spannungszustand kulminiert in einem Aufstand, den Polizei und Militär im Namen der Ordnung niederzuschlagen versuchen. Am Ende gewinnen die Weber. Aber haben Sie wirklich gewonnen? Wir sehen verbrannte Erde. Eine starke Frau. Und das tragische Schicksal eines „braven Bürgers", der sich doch eigentlich „heraus halten" wollte.

Wer darin Parallelen zur heutigen Zeit erkennt, liegt absolut richtig: „Die Weber" ist ein hochaktueller Stoff, der nach wie vor viel politischen Zündstoff enthält und nicht zuletzt wegen seines starken Gegenwartsbezuges nachdenklich stimmt.
Und es offenbaren sich auch überraschend viele Analogien zur Geschichte der Region Basel: Niedergang der Posamenterei, Gelterkindersturm, Kantonstrennung BS und BL.

Der in Lupsingen BL aufgewachsene und heute im Appenzellerland wohnhafte Musiker und Klangwerker Markus Dürrenberger vertont seit mehreren Jahren Stummfilme live. Mit Gefühl und Einfallsreichtum baut der Multiinstrumentalist eine spannende musikalische Brücke zwischen dem Zuhörer von heute und den Bildern von damals. Dabei macht er nicht einfach Musik. Vielmehr ersetzt er mit seiner Vertonung etwas, was dem Stummfilm naturgemäss fehlt: das gesprochene Wort.

Für „Die Weber" hat Markus Dürrenberger eine vielschichtige und dichte Komposition geschaffen, bei welcher die einzelnen Teile im Stile einer klingenden Webarbeit ineinander verschmelzen. Das eingesetzte breit gefächerte Instrumentarium umfasst Klavier, Fender-Rhodes, Akkordeon, Analogsynthesizer, E-Bass, Schlagwerk, Slide-Gitarre sowie weitere Geräusche und Effekte, die der Künstler live zum Film produziert. Die alte Pendule von Dürrenbergers Urgrossmutter tickt plötzlich in Fabrikant Dreissigers Wohnzimmer; im Webkeller jammert eine alte Original-Haspel; inmitten sich überstürzender Ereignisse rattern und klopfen Webstühle ungerührt im Takt, als wollten sie dem entstehenden Chaos durch Beharrlichkeit trotzen, währendem die aufständischen Weber draussen im selben Rhythmus „wir weben, wir weben..." skandierend auf Veränderung drängen. So kreiert Dürrenberger live vor der Leinwand ein mehrdimensionales unvergessliches Gesamtkunstwerk.

Bei der Aufführung im Museum für Musikautomaten wird er seine Komposition erweitern und verschiedene mechanische Musikautomaten aus der Sammlung des Museums in die Vertonung integrieren.

Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen an diesem einmaligen Filmkonzert zu einem Ereignis, das vor allem zwei Dinge verspricht: Spannung bis zum Schluss und eine bleibende Erinnerung.

Weitere Informationen auf: www.tralalaproductions.ch


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Weitere Informationen




Eidgenössisches Departement des Innern EDI - Bundesamt für Kultur BAK
http://www.bundesmuseen.ch/musikautomaten/00087/00173/01365/01376/index.html?lang=de