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Mario Botta

Mario Botta wurde 1943 in Mendrisio geboren. Nach einer Lehre als Bauzeichner studierte er in Venedig Architektur. Geprägt wurde er vor allem durch die Begegnungen mit Le Corbusier und Louis I. Kahn 1970 gründete er sein eigenes Architekturbüro in Lugano, ebenso entfaltete er eine intensive Lehrtätigkeit an Architekturhochschulen wie der EPF Lausanne, der Yale School of Architecture und der Accademia di Architettura in Mendrisio, die er mitbegründete.
Als einer der bedeutendsten Vertreter der Tessiner Schule entwickelt der vielfach mit Preisen ausgezeichnete Botta in seinen über 300 Bauten seinen persönlichen, rationalistischen Stil mit einer auf wenige Elemente reduzierten Formensprache: Wichtig ist ihm dabei die dialogische Verbindung seiner Bauten mit Landschaft und Geschichte des jeweiligen Ortes.

Kirche in Mogno, Foto: Pino Musi
Tinguelymuseum Basel, Foto: Pino Musi
Mediathek von Villeurbanne, Foto: Pino Musi

Mario Botta wurde 1943 in Mendrisio geboren. Nach einer Lehre als Bauzeichner im Architekturbüro Carloni und Camenisch in Lugano besuchte er das Kunstgymnasium in Mailand. Das anschliessende Architekturstudium in Venedig schloss er 1969 bei Carlo Scarpa und Giuseppe Mazzariol ab. Während dieser Zeit absolvierte Botta ein Praktikum im Architekturbüro von Le Corbusier in Paris und traf mit Louis I. Kahn zusammen. Die Begegnung mit diesen beiden bedeutenden Vertretern des Brutalismus war für ihn sehr prägend.

1970 begann Botta seine berufliche Tätigkeit im eigenen Architekturbüro in Lugano mit dem Bau von Einfamilienhäusern im Tessin. Bald folgten verschiedene Projekte in aller Welt; unter den rund 300 Bauten finden sich das Museum of Modern Art  in San Francisco, die Kunstgalerie Watari-um in Tokio, die Mediathek in Villeurbanne, die Kathedrale in Evry, das Museum Jean Tinguely  in Basel, die Synagoge und Zentrum des hebräischen Erbes Cymbalista in Tel Aviv, das Centre Dürrenmatt in Neuchâtel, das Verwaltungsgebäude Tata CS in Neu Delhi und Hydrabad, die Kirche Santo Volto in Turin und das Wellnesszentrum in Arosa.

Parallel dazu übt Botta eine intensive, weltweite Lehr- und Forschungstätigkeit aus, unter anderem an der Ecole Polytechnique Fédérale in Lausanne und an der Accademia di Architettura in Mendrisio, welche er mitbegründete. Er erhielt mehrere internationale Preise, so den Merit Award for Excellence in Design by the AIA für das Museum of Modern Art  in San Francisco, den Jahrespreis 2005 der Internationalen Architekturakademie in Sofia für den Kyobo-Turm in Seoul und den  European Union Prize for Cultural Heritage Europa Nostra  für die Rekonstruktion des Teatro La Scala in Mailand.  Überdies existiert eine weitverzweigte Literatur über sein Werk, selber schrieb Botta zahlreiche Artikel und Monographien zum Thema Architektur.

Museum der modernen Kunst San Francisco, Foto: Pino Musi
Watari-um-Galerie in Tokio, Foto: Pino Musi
Holzreplik der Kirche Francesco Borrominis San Carlo alle Quattro Fontane auf dem Luganersee, 1999-2003, Foto: Pino Musi

Stil

Botta ist einer der bedeutendsten Vertreter der so genannten Tessiner Schule. Bereits das erste Einfamilienhaus in Stabio (1965-1967) zeigt einen rigorosen Brutalismus (Architekturstil, der reine geometrische Körper, Stahl und Glas und vor allem unkaschiertes Betonmaterial, frz. béton brut, verwendet) in Anlehnung an Le Corbusier. In den Folgebauten entwickelt Botta das für ihn typische geometrische Vokabular: strenge Kuben, zylindrische Körper auf kreisrundem Grundriss, kleine bis riesige Oculi bei der Wandgestaltung (Entlehnungen von Kahns Bauten in Dacca) und von oben bis unten den Baukörper aufbrechende Schlitzungen sowie rechtwinklige Abtreppungen. Immer bleibt die Grossform bestimmend, jede Einzelform ist ihr unterworfen. Eine gezielte, meist von oben erfolgende Lichtführung im Innern sowie eine mit verschiedenen Helligkeiten spielende Fassadengestaltung vermitteln trotz aller Strenge Eleganz und Leichtigkeit. Mario Botta sucht den Dialog mit den regionalen Gegebenheiten, orientiert sich an Geschichte und Topographie des jeweiligen Ortes und verwendet häufig regionale Baustoffe.

Als Designer arbeitet Botta mit dünnen Chromgestellen, perforierten Sitzflächen aus Metall und Rückenlehnen aus beweglichen Zylinderelementen.


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Mario Botta, Foto: Rémy Steinegger
Mario Botta, Foto: Rémy Steinegger

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