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Dürrenmatt in Neuenburg

Obwohl Friedrich Dürrenmatt 38 Jahre seines Lebens in Neuenburg verbrachte, blieb das Verhältnis zwischen dem deutschsprachigen Schriftsteller und der französischsprachigen Stadt distanziert. Doch hat die Stadt ihren Weltautor wiederholt geehrt.

1952 kaufte Dürrenmatt das Haus im Vallon de l'Ermitage oberhalb von Neuenburg, am Weg auf den Chaumont, angelockt von einem günstigen Preis, einer zurückgezogenen und doch verkehrsgünstigen Lage nahe der Sprachgrenze, und vor allem von der wunderschönen Lage. Auf die Frage, weshalb er gerade nach Neuenburg gezogen sei, pflegte er etwa zu sagen: „Weil es einen Bahnhof hat.“ Dürrenmatt gestaltete den Garten und liess später, mit dem Heranwachsen der drei Kinder, ein weiteres Haus, ein Atelier und einen Swimmingpool hinzubauen. Um eine Überbauung des Tälchens unterhalb des Hauses zu verhindern, kaufte er zusammen mit seinem Nachbarn allmählich Land zusammen, so dass der obere Teil des Tals bis zum Rocher de l'Ermitage noch heute bis auf Dürrenmatts Häuser unüberbaut ist.

Dürrenmatt blieb für die Neuenburger lange ein Fremdling, den sie mit Erstaunen und teilweise mit Bewunderung zur Kenntnis nahmen, und er nahm seinerseits nur wenig Anteil am Stadtleben. Seine Erfahrungen als Deutschschweizer in Neuchâtel hat er im Text „Vallon de l'Ermitage” beschrieben. Die Hommage, die ihm 1981 zu seinem sechzigsten Geburtstag mit der Übergabe des Ehrendoktorats der Universität Neuenburg erwiesen wurde, eine Ausstellung seiner Bilder im Musée d'art et d'histoire von 1985, aber auch ein wissenschaftliches Symposium von 1987, die von einer Ausstellung in der Bibliothèque Publique et Universitaire begleitete Sondernummer der Nouvelle Revue Neuchâteloise im Jahr 2000 und schliesslich die Beteiligung von Stadt und Kanton am Centre Dürrenmatt zeigen eindrücklich, dass Neuenburg ‚seinen' fremdsprachigen Weltautor würdigt.

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Foto: Monique Jacot, 1963.
Foto: Monique Jacot, 1963.
Friedrich Dürrenmatt in seiner Bibliothek in Neuenburg. Foto: Philipp Keel
Friedrich Dürrenmatt in seiner Bibliothek in Neuenburg. Foto: Philipp Keel


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