Museum für Musikautomaten

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"Gottes Narren"

1. Oktober 2017 - 14. Januar 2018. Vernissage: 30. September um 17 Uhr


Graphic design: Onlab

Zwischen 1534 und 1535 versuchte eine Gruppe extremistischer Wiedertäufer, das Reich Gottes auf der Welt herzustellen. Sie übernahmen die Macht in der Stadt Münster in Deutschland, um eine Diktatur zu errichten, die Gütergemeinschaft einzuführen und die Polygamie zuzulassen. Diese Geschichte inspirierte zahlreiche Schriftsteller und Künstler so auch Friedrich Dürrenmatt, dem dieser Stoff 1947 als Grundlage für sein erstes Theaterstück "Es steht geschrieben", diente. Die Uraufführung des Stückes wurde zum Skandal, gleichzeitig bedeutete es den fulminanten Start des Autors in eine grosse Theaterkarriere.

Bilder, Textauszüge, Fotografien, Videos und Archivdokumente in der Ausstellung verdeutlichen die komplexe Beziehung, die Dürrenmatt als Sohn eines Pfarrers während seines ganzen Lebens mit dem Glauben unterhielt. Auch wird die Rezeptionsgeschichte des Stückes vom zweiten Weltkrieg an bis heute thematisiert, angesichts anhaltender totalitärer Gefahren. 70 Jahre nach seiner Kreation, hat uns Dürrenmatts Stück auch heute noch etwas zu sagen.


Die Ausstellung findet im Rahmen des 500-jährigen Jubiläums der Reformation statt.

 



Rahmenprogramm


Vernissage
Samstag, 30. September 2017 um 17 Uhr. Es sprechen: Madeleine Betschart, Leiterin CDN ; Marie-Christine Doffey, Direktorin der Schweizerischen Nationalbibliothek ; Duc-Hanh Luong, Kuratorin der Ausstellung. Konzert von BASSARTS (Jean-Pierre Gerber, Bassstimme ; Claude Rossel, Piano ; Christian Fürst, Bassguitarre ; Luigi Galati, Schlagzeug), Aperitif. Freier Eintritt.

Öffentlichen Führungen
Mit Duc-Hanh Luong, Kuratorin, und Pierre Bühler, Theologe und Dürrenmatt-Kenner. Sonntag, 15. Oktober 2017 um 15 Uhr; Sonntag, 26. November 2017, um 16 Uhr, vor dem „Salon Dürrenmatt“; Sonntag, 14. Januar 2018 um 16 Uhr, anlässlich der Finissage. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Ausflug zu den Gedächtnisstätten der täuferischen Gemeinschaften im Jura
Sonntag, 8. Oktober 2017. Auf Anmeldung (beschränkte Plätze). Programm und Auskunft : www.cdn.ch.

Tischgespräch „Zwischen Sprache und Theologie: Luthers deutsche Bibelübersetzung“
Donnerstag, 16. November 2017, 19 Uhr. Organisiert vom Deutsch Club Neuchâtel zum Reformationsjubiläum. Mit Pierre Bühler, Theologe, und Anton Naef, Sprachwissenschaftler; Moderation: Peter Gasser. Eintritt frei.

Finissage
Sonntag, 14. Januar 2018 um 16 Uhr: öffentliche Führung mit einer abschliessenden Diskussion, geleitet von Pierre Bühler. Im Eintrittspreis inbegriffen.



5. Foto der Uraufführung von Es steht geschrieben im Schauspielhaus Zürich, 1947. Foto: Peter Zimmermann © Stadtarchiv Zürich

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