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« Jean-Christophe Norman - Stoffe »

2. Oktober 2016 - 26. Februar 2017

« Ulysses, a long way » (Paris) Jean-Christophe Norman - Biennale de Belleville 2014. Photo : Juliette Beorchia Norman. Graphic design: onlab.ch
« Ulysses, a long way » (Paris) Jean-Christophe Norman - Biennale de Belleville 2014. Photo : Juliette Beorchia Norman. Graphic design: onlab.ch

Das Schreiben und Gehen stehen im Zentrum von Jean-Christophe Normans (*1964, Frankreich) künstlerischem Schaffen, das multiple und teilweise unergründliche Formen aufweist. Die als ein «Wandeln in und durch Dürrenmatts Universum» gestaltete Ausstellung vereint Fotografien, Zeichnungen, Videos sowie Werke in situ. Sie ist eine Einladung, in eine fiktive Welt abzutauchen, in der Texte zu Bildern werden und das Verschwinden ein Tor in eine neue Vorstellungswelt öffnet.


Das Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN) präsentiert die erste grosse Einzelausstellung von Jean-Christophe Norman in der Schweiz. Der 1964 geborene Künstler lebt und arbeitet in Besançon und ist insbesondere für seine Lauf-Performances bekannt, die er in verschiedenen Städten wie Tokyo, Paris, Istanbul oder New York realisiert hat. Die Ausstellung im CDN würdigt jedoch auch die anderen Aspekte seines Werks, das von Zeichnungen über Fotografien bis hin zu Installationen und Videos reicht und auf poetische und sensible Weise unsere Begriffe der Zeit, der Erzählung und der Vorstellung hinterfragt.

Die im CDN gezeigte Ausstellung ist als ein «Wandeln in und durch Dürrenmatts Universum» gestaltet. Nachdem Jean-Christophe Norman den Schweizer Autor zuerst durch dessen Kriminalromane entdeckt hatte, interessierte er sich insbesondere für das Spätwerk «Stoffe», in dem sich Dürrenmatt seiner eigenen Lebensgeschichte mit fiktiven biographischen Elementen anzunähern versucht.

Gegenüber den Kunstwerken von Friedrich Dürrenmatt, auf einer Wand von 2x15 Metern im grossen Ausstellungssaal des CDN, schreibt Jean-Christophe Norman die in den «Stoffen» enthaltene Erzählung «Der Winterkrieg in Tibet» mit schwarzer Tinte ab. Dank der frontalen Darstellung wird der Text zu einem Bild, das die Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, eine Reise durch Wörter und Sätze anzutreten und ihre eigene Geschichte mit Textfragmenten zu erdenken.

Im Frühling 2016 verbrachte Jean-Christophe Norman mehrere Tage im CDN und in der persönlichen Bibliothek von Friedrich Dürrenmatt. Während dieser Zeit setzte er mit dem jeweils letzten Satz aller Bücher, die in diesem Raum aufbewahrt werden, einen neuen Text zusammen. Im Rahmen einer Performance überträgt er den Text mit Kreide linienförmig direkt auf den Boden.

Ebenfalls präsentiert wird Normans Werkensemble «Stoffe». Sie umfasst Werke auf Papier, in denen Zeichnungen und Fotografien, Überdecken und Enthüllen sowie Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen. Als Anthologie von verschiedenen Projekten umfasst die Reihe auch einen Teil, der Dürrenmatt und «seinem plastischen Schreiben, seiner Kunst der Komposition und des Aufbaus, seiner intimen Welt» gewidmet ist, wie Norman es ausdrückt.

Eine Publikation und ein Rahmenprogramm begleiten die Ausstellung.

 



Rahmenprogramm


Vernissage: Samstag, 1. Oktober 2016, um 17 Uhr im Beisein des Künstlers.

Visites guidées en présence de l’artiste : dimanche 23 octobre 2016 à 14h, dimanche 27 novembre 2016 à 14h30 (suivie du « Salon Dürrenmatt »), dimanche 26 février 2017 à 14h à l’occasion du finissage.

« Salon Dürrenmatt – Marcher & Ecrire » : dimanche 27 novembre 2016 à 15h30. Avec Jean-Christophe Norman, artiste, Jean-Michel Espitallier, écrivain, poète et batteur, et Ulrich Weber, spécialiste de l’œuvre de Friedrich Dürrenmatt. Modération : Duc-Hanh Luong, collaboratrice scientifique.

Konzert des NEC «Utopie Nostalgique»: Sonntag, 19. Februar 2017, um 17 Uhr.

teaser_img
Cahier N° 14
« Jean-Christophe Norman – Matières »

Préface de Madeleine Betschart, responsable du CDN
« Jean-Christophe Norman, artiste en co-errance » Frank Smith
« Entretien avec Jean-Christophe Norman » Patrice Joly
« La Bibliothèque » Jean-Christophe Norman
« L’écriture dans le labyrinthe : La Guerre dans l’hiver tibétain » Ulrich Weber
« Les Mots salis » (« Deux cent quarante-trois cartes postales en couleurs véritables » de Georges Perec légèrement modifiées) Jean-Michel Espitallier
Foto: Schweizerische Nationalbibliothek
Photo: Bibliothèque nationale suisse



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