Museum für Musikautomaten

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Ausstellungen 2004

Gotthelf-Dürrenmatt oder die Moral im Emmental

Zum 150. jährigen Todestag Jeremias Gotthelfs stellt das Centre Dürrenmatt den Autor der „Schwarzen Spinne" Friedrich Dürrenmatt gegenüber. Zur Eröffnung am Samstag, 30. Oktober um 19 Uhr, bietet  Beat Sterchi seine Gotthelf-Textcollage Bitzius" im Zusammenspiel mit der Lausanner Jazzformation „No Square" und Adi Blum dar.
Die Ausstellung „Gotthelf-Dürrenmatt, oder die Moral im Emmental" befasst sich mit Jeremias Gotthelf (1797-1854), Schriftsteller und Pfarrer in Lützelflüh, und dem gebürtigen Konolfinger Friedrich Dürrenmatt (1921-1990). Beide waren dem Emmental eng verbunden. Gotthelf schrieb zahlreiche Romane und Novellen unter dem Eindruck der bäuerlichen Emmentaler Umgebung, die er in den Zusammenhang einer göttlichen Weltordnung stellt. Auch der Pfarrerssohn Dürrenmatt, von Kind auf mit Gotthelf vertraut, setzte sich in seinem Werk unentwegt mit der protestantischen Religion auseinander, wenn auch aus einer anderen Haltung heraus: „Ich habe immer an Gott gezweifelt. Im klassischen Sinne. Ich hielt ihn für möglich, aber nicht für sicher."
Inspiriert vom Dialekt und den Traditionen des Emmentals, hat das Werk von Gotthelf über die Landesgrenzen hinaus Eingang in die Literatur gefunden, genau wie das Werk von Dürrenmatt, dessen Weltsicht universelle Bedeutung gewonnen hat.
Diese Ausstellung wurde von Beat Gugger und dem Centre Dürrenmatt konzipiert. Sie hebt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Motiven der beiden Autoren hervor und zeigt ihren kritischen Blick hinter die Kulissen der Emmentaler Postkartenlandschaft. Albert Bitzius alias Jeremias Gotthelf steht ganz im Zentrum der Ausstellungsvernissage: Beat Sterchi tritt mit seinem Programm „Bitzius" am 30. Oktober in Neuchâtel auf. „Bitzius" ist eine Lesung verfremdeter Originaltexte von Jeremias Gotthelf, vermischt mit eigenen Texten des Berner Autors Sterchi. Er interessiert sich in seiner „Hommage an Gotthelf" vor allem für Gotthelfs Sprache und ihren eigentümlichen Klang. Sterchi wird von der Schauspielerin Susi Wirth und dem bekannten Lausanner Jazzquartett „No Square" begleitet, das dem Programm einen eigenen Groove verleiht. Die Inszenierung besorgt der Akkordeonist und Regisseur Adi Blum.
Im Rahmen dieser Ausstellung haben wir den Berner Schriftsteller E.Y. Meyer eingeladen, der Ausschnitte aus seinem neuen Gotthelf-Roman „Der Ritt" lesen wird. Diese Lesung findet am Donnerstag 18. November um 19:30 Uhr statt.

Zyklus «Dürrenmatt in Osteuropa»

Dürrenmatts Werk in Bulgarien
Ausstellung: Das Theater von Friedrich Dürrenmatt in Bulgarien
Plakate, Bücher, Fotografien und Video: 7.5. - 20.8.2004

Das Centre Dürrenmatt beherbergt zum einen Dürrenmatts Bildwerk, das neben seiner schriftstellerischen Produktion im privaten Rahmen entstand. Zum andern hat sich das Centre auch zum Ziel gesetzt, Dürrenmatts literarisches und dramatisches Werk immer wieder neu und unter anderen Aspekten zur Diskussion zu stellen und auf seine Aktualität hin zu befragen. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der reichen und vielfältigen Aufführungstradition seiner Stücke in Mittelund Osteuropa, in den ehemaligen Ostblock-Ländern. Nicht nur zeigte Dürrenmatt selbst grosses Interesse an diesen Aufführungen und pflegte Kontakte unter dem eisernen Vorhang hindurch. Vielmehr kommt darin auch eine im Westen kaum bekannte Aufführungstradition dieser Stücke zum Vorschein. Dürrenmatt selbst bezeichnete seine Theatertexte als «Partituren», die von den Regisseuren und vor allem von den Schauspielern erst zum Leben erweckt würden. Dank der Zusammenarbeit mit Léa Cohen-Augsburger wird es uns möglich, im Centre Dürrenmatt mit einer Plakatausstellung und der Videoaufzeichnung einer aktuellen Aufführung, aber auch mit Vorträgen von bulgarischen Spezialistinnen und Spezialisten Dürrenmatts Präsenz als Dramatiker in diesem Land vorzustellen.
Diese Veranstaltung soll den Auftakt und die erste Etappe im Rahmen eines Zyklus zur Dürrenmatt-Rezeption in den ehemaligen Ostblockländern bilden, Veranstaltungen zur Tschechoslowakei, zu Polen und zur ehemaligen Sowjetunion sind in Planung.


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