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Dauerausstellung «Friedrich Dürrenmatt - Schriftsteller und Maler»

Ausstellungsraum. Foto : Pino Musi © CDN
Ausstellungsraum. Foto : Pino Musi © CDN

Die Dauerausstellung widmet sich Friedrich Dürrenmatts Bildwerk in seiner ganzen kunsttechnischen und thematischen Vielfalt und zeigt insbesondere die zahlreichen Verbindungen auf, die zwischen dem literarischen und bildnerischen Schaffen bestehen.

Der renommierte Schriftsteller und Dramaturg Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) erlangte vor allem mit seinen Theaterstücken internationale Berühmtheit. Zeit seines Lebens hat er jedoch auch leidenschaftlich gern gezeichnet und gemalt. Das Schreiben bezeichnete er deshalb als seinen Beruf und die Malerei als seine Leidenschaft, wobei für ihn beide Ausdrucksformen in enger Verbindung standen.
«Meine Zeichnungen sind nicht Nebenarbeiten zu meinen literarischen Werken, sondern die gezeichneten und gemalten Schlachtfelder, auf denen sich meine schriftstellerischen Kämpfe, Abenteuer, Experimente und Niederlagen abspielen», schrieb er.

Als Autodidakt schöpfte Dürrenmatt seine Inspirationen aus den unterschiedlichsten Quellen, in erster Linie interessierte ihn aber das dramaturgische Potential seiner Bilder. Seine Gouachen und vor allem seine Tuschzeichnungen nehmen oft Bezug auf biblische Themen, insbesondere auf den Turmbau zu Babel oder die Kreuzigung. Ebenfalls häufig vertreten sind mythologische Motive wie der Minotaurus oder der Atlas, die Dürrenmatt auf sehr persönliche Weise neu interpretiert.


Die Ausstellung zeigt Gouachen, Ölgemälde und Zeichnungen von Friedrich Dürrenmatt, die über Zitate und Manuskripte mit dem schriftstellerischen Schaffen in Verbindung treten.

Das Zwischengeschoss ist dem literarischen Werk und dem Theaterschaffen von Friedrich Dürrenmatt gewidmet. Einen Gesamtüberblick über Leben und Werk gibt die reich bebilderte, mit Videodokumenten versehene und in Etappen gegliederte Biographie des Autors entlang der grossen Seitenwand. Im angrenzenden Videoraum thematisieren verschiedene Filmausschnitte Dürrenmatts Leben und Werk.

Auf der Höhe der Cafeteria kann Dürrenmatts «Sixtinische Kapelle» besichtigt werden. Dieser humorvolle Name bezeichnet die Toiletten, die Dürrenmatt vollständig mit Wandbildern verziert hat.

Vom 11. März bis 29. Mai 2016 wird die Dauerausstellung mit selten gezeigten Collagen und Karikaturen von Friedrich Dürrenmatt und der Zeichnungsserie «Ballade Minotaurus» ergänzt.

Prometheus, Menschen formend, 1988
Friedrich Dürrenmatt, Minotaurus. Eine Ballade VII, 1984 – 85, Tusche, laviert, auf Papier, 40 × 30 cm, © CDN / Schweizerische Eidgenossenschaft
Ikarus, 1971
Atlas III, 1978
Die letzte Generalversammlung der eidgenössischen Bankanstalt, 1966
[Kritiker mit Feder als Speer], 1963
Labyrinth I: Der entwürdigte Minotaurus, 1962
Kreuzigung I, 1939 [1942]
Foto: Monique Jacot, 1963.

Weiterführende Informationen:


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